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19:00-2:00

Sonderausstellung „Vertigo. Op Art und eine Geschichte des Schwindels 1520-1970“

Lange Nacht der Museen Stuttgart - Kunstmuseum Ausstellung im Museum

„Op Art: Bilder, die das Auge attackieren“ – so beschrieb ein Kunstkritiker 1964 im Time Magazine die neue Kunstrichtung, die sich seit Mitte der 1950er-Jahre als europäische Bewegung in verschiedenen Ländern entwickelt hatte. Die Op Art unterscheidet sich von traditionellen Herangehensweisen der Kunst, indem sie keine Inhalte mehr transportiert. Sie fokussiert sich stattdessen auf extreme Wirkungen, die unter anderem durch geometrische, vibrierende Muster, insbesondere Spiralen, optische Kippeffekte und verzerrte oder zu Moirés überlagerte Raster erreicht werden. Kunstwerke der Op Art zielen auf eine gesamtkörperliche Erfahrung, die bis zu einer sensorischen, Schwindel erregenden Überforderung reichen kann. Auf diesen Aspekt verweist der Titel „Vertigo“, der Alfred Hitchcocks berühmten Film von 1958 entlehnt ist. Die Ausstellung setzt erstmals Op Art mit Kunstwerken des 16. bis 18. Jahrhunderts in Beziehung, in denen vergleichbare Verfahren der Sinnesmanipulation eine Rolle spielen.